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13.12.2019 - 30.12.2021 „Ich glaube, daß auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind…“ (Dietrich Bonhoeffer) Ostdeutsches Leben in Diktatur und Demokratie Wie hunderttausend andere trugen auch Bürgerinnen und Bürger der Lutherstadt und des Landkreises Wittenberg 1989 durch ihren offenen Protest zur politischen ‚Wende‘ in der DDR und zur Überwindung der SED- Diktatur bei. Mit seiner neuen Ausstellung zeigt PFLUG e.V. anhand persönlicher Lebensgeschichten von zwölf Frauen und Männern aus der Region, welche Berufs- und Alltagserfahrungen sie in den Transformationsprozess eingebracht haben. Und zugleich wird sichtbar gemacht, wie sie sich mit ihrer Kompetenz in den vergangenen 30 Jahren kreativ, kritisch und demokratisch den neuen Anforderungen unter den Bedingungen einer pluralistischen Demokratie gestellt haben. Sowohl auf dem Gebiet der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen ebenso wie z.B. im Sozial- und Freizeitbereich bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen sowie von Flüchtigen leisteten und leisten sie Beispielhaftes. Interessant ist der Vergleich mit 29 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die 10 Jahre nach der ‚Wende‘ ihre noch sehr lebendigen Erlebnisse davon 1999 berichteten und in unserer Ausstellung erneut zu Wort kommen sollen. Blick in die Ausstellung
"VINTAGE EAST - DDR-Design"
"VINTAGE EAST - DDR-Design" Objekte des Alltags aus den 1950er bis 80er Jahren, deren Formgebung bis heute überzeugt und die inzwischen zu den Klassikern der Design-Geschichte gehören. Gestaltet wurden sie unter anderem nach Entwürfen bekannter mitteldeutscher Designerinnen und Designer, von denen viele ihre Ausbildung an der Hochschule für industrielle Formgestaltung in Halle Burg Giebichenstein erhielten. Neben Plaste-Spielzeug vom Ali Kurt Baumgarten ist das Mitropa-Geschirr von Margarete Jahny und Erich Müller ebenso zu sehen wie die Jenaer-Glas-Teekanne von Ilse Decho oder das Mokkaservice in Schwarz und Weiß von 1961, das in den HB-Werkstätten der Keramikerin und Bauhäuslerin Hedwig Bollhagen hergestellt wurde. Kleidung, Schuhe, Taschen u.a. Accessoires bereichern die Exposition und geben Inspiration für noch bestehendes Design. Blick in die Ausstellung
8.5.2022 - 24.12.2022 Boga njet! „Es gibt keinen Gott“ Ausstellung antiklerikaler und antireligiöser Plakate aus der Sowjetunion. Die vom Berliner Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung und dem Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig zusammen mit dem Haus der AlltagsGeschichte/PFLUG e.V. organisierte Ausstellung „Es gibt keinen Gott!“ zeigt dreißig Propagandaplakate aus der Sowjetunion, die anschaulich machen, auf welche Weise von staatlicher Seite aus gegen Kirche und Religion vorgegangen wurde. Blick in die Ausstellung
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29.7.2019 - 30.12.2020 Konsumgüter aus der DDR In einer nie gekannten Fülle zeigt diese heute Haushaltsgegenstände, Unterhaltungselektronik und fotooptische Geräte, für die die meisten DDR-Bürger lange anstehen oder Beziehungen spielen lassen mussten. „Wie im Paradiese wäre es ihnen vorgekommen, hätten sie das so schon vor 30 Jahren erleben können!“, stellte ein Besucher fest. Blick in die Ausstellung
KONSUMGÜTER aus der DDR
5.11. - 15.12.2019 Ausstellungseröffnung 25 Jahre Truppenabzug Konversion in den FOKUS-Gemeinden im Land Brandenburg
25 Jahre Truppenabzug Konversion in den FOKUS-Gemeinden im Land Brandenburg
29.7.2019 - 30.12.2020 „Präsent 20“ & seine Geschwister Stoffe für die Ewigkeit Mit der Ausstellung erinnern wir 50 Jahre nach der Markteinführung an den vollsynthe-tischen Polyesterstoff „Präsent 20“, der gewissermaßen ein Geschenk zum 20. Jahrestag der DDR am 07. Oktober 1969 sein sollte. Sein eigentlicher Markennamen aber war GRISUTEN. Im Mittelpunkt der Schau stehen mehr als 50 originale Kostüme, Kleider und Anzüge. Sie gehören zu den über 5.000 Kleidungsstücken, die PFLUG e.V. seit 1995 von vielen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geschenkt bekommen hat. Darunter befinden sich sowohl Konfektionsstücke als auch viele selbstgenähte Kleider. Um dem anfangs eher schlichten Einheitsschnitt zu entgehen, wurde so manche werktätige DDR-Frau kreativ und schneider-te ihr Wunschkleid kurzer-hand selbst oder ließ es schneidern. Accessoires wie Taschen, Hüte, Schuhe und Schmuck, Modezeitungen wie „Pramo“, Saison" und „Sibylle“ mit den entsprechen-den Schnittmusterbögen ergänzen die Ausstellung, deren Exponate noch genauso farbig und frisch sind wie vor 50 Jahren-also offensichtlich Stoffe für die Ewigkeit. Blick in die Ausstellung
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23.11.2018 - 28.2.2019 German Horror - das Kriegsgefangenenlager Kleinwittenberg Der I. Weltkrieg ist die unmittelbare Fortsetzung eines enthemmten, zur Durchsetzung seiner Ziele zu allen Mitteln greifenden Nationalismus, in dessen Gefolge auch Millionen Soldaten in Gefangenenschaft gerieten. Allein über 15.000 Kriegsgefangenen unterschiedlichster Nationalität waren in dieser Zeit im Mannschaftsgefangenenlager Kleinwittenberg interniert. Als nach einer Fleckfieber-Epidemie der amerikanische Botschafter das Lager besuchte, erlangte es durch hunderte Zeitungsartikel und sogar einen amerika-nischen Stummfilm traurige Berühmtheit in der internationalen Öffentlichkeit. Aber auch in Wittenberg selbst erregte das Lager größtes öffentliches Interesse. Nie waren so viele Menschen aus anderen Ländern hier untergebracht wie zwischen 1914 und 1918. Dies bedeutet für die einheimische Bevölkerung eine große Alteritätserfahrung, die sie allerdings meistenteils nicht als Chance des Kennenlernens begriff, sondern – in nationaler Begeisterung und im Kriegstaumel – als Triumph über die Feinde auffasste. Die Ausstellung ist daher geeignet, einen Beitrag für eine nachhaltige Sensibilisierung für Demokratie und Frieden sowie zu einer demokratiebildenden Erinnerungskultur zu leisten. Blick in die Ausstellung
26.06. - 31.8.2018 Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart Integration der Deutschen aus Russland als Erfolgsgeschichte
German Horror - das Kriegsgefangenenlager Kleinwittenberg
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3.11.2017-28.2.2018 „UNTERWEGS ZU DEN ANDEREN“ sind Mitarbeiter der Basler Mission seit 200 Jahren in vielen Teilen der Welt in der Hoffnung, dass der christliche Glaube diese zum Guten verändern kann. Menschen aus Deutschland und der Schweiz öffnen ihre Reisekoffer, erzählen von ihrer ganz persönlichen Erfahrung als Missionar, Arzt oder Krankenschwester und was sie motivierte, ins Unbekannte aufzubrechen. Andere Gepäckstücke berichten vom Schicksal der Missionskinder, die zwischen den Kulturen aufwuchsen. Und Menschen aus Kamerun, Ghana, China und Malaysia zeigen uns ihre Kultur und wie sie den Glauben, der aus der Fremde kam, leben. Die von der Württembergischen Landeskirche entworfene Ausstellung macht damit ein Kapitel der Zusammenarbeit zwischen Menschen aus Europa und anderen Erdteilen erlebbar, das im Osten Deutschlands fast in Vergessenheit geraten ist. Denn Missionswerke auf dem Boden der DDR wurden in ihren Wirkungsmöglich-keiten stark beschränkt. An ihre Stelle traten andere politisch genehmere Formen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit. Das Missionsarbeit aber mehr war und ist als Anderen den eigenen Glauben aufzuzwingen und heute vor allem auf gleichberechtigter und respektvoller Zusammenarbeit beruht, bei der alle Seiten etwas lernen, das verdeutlicht die Ausstellung auf vielfältige Weise. Sie verweist damit zugleich auf Herausforderungen die uns im Zeitalter der Globalisierung alle betreffen: Wie kann es gelingen, dass sich Menschen ganz verschiedener Kulturen aufeinander einlassen und wann kann Zusammenarbeit und Verständigung zwischen ihnen gelingen? Blick in die Ausstellung
„UNTERWEGS ZU DEN ANDEREN“
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5.11.2016 - 5.11.2017 DDR-Erinnerungskultur in Ausstellungsfragmenten „1483 - 1983 Luther“ „Thomas Müntzer – ein Knecht Gottes“ Wie hunderttausend andere trugen auch Bürgerinnen und Bürger der Lutherstadt und des Landkreises Wittenberg 1989 durch ihren offenen Protest zur politischen ‚Wende‘ in der DDR und zur Überwindung der SED- Diktatur bei. Mit seiner neuen Ausstellung zeigt PFLUG e.V. anhand persönlicher Lebensgeschichten von zwölf Frauen und Männern aus der Region, welche Berufs- und Alltagserfahrungen sie in den Transformationsprozess eingebracht haben. Und zugleich wird sichtbar gemacht, wie sie sich mit ihrer Kompetenz in den vergangenen 30 Jahren kreativ, kritisch und demokratisch den neuen Anforderungen unter den Bedingungen einer pluralistischen Demokratie gestellt haben. Sowohl auf dem Gebiet der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen ebenso wie z.B. im Sozial- und Freizeitbereich bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen sowie von Flüchtigen leisteten und leisten sie Beispielhaftes. Interessant ist der Vergleich mit 29 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die 10 Jahre nach der ‚Wende‘ ihre noch sehr lebendigen Erlebnisse davon 1999 berichteten und in unserer Ausstellung erneut zu Wort kommen sollen.
„Klaus Ender – Akt und Landschaft in der DDR und nach 1990“
21.5. bis 31.8.2016 „Klaus Ender – Akt und Landschaft in der DDR und nach 1990“ Fotoausstellung Die Ausstellung Bilder der 1. Aktausstellung der DDR, die Klaus Ender im Rahmen des Kulturbundes 1975 in Potsdam initiierte. Sie wurde zur Wanderausstellung der DDR und hatte über 100.000 Besucher. 26 Jahre hatte es gedauert, dass in der DDR eine Akt-Ausstellung etabliert werden konnte. Diese Ausstellung brachte eine kulturpolitische Wende und führte zu einer Anerkennung dieses Genres, das bis zu diesem Zeitpunkt nur wenigen Zeitschriften wie DAS MAGAZIN vorbehalten war – für das Ender ein Jahrzehnt arbeitete. Blick in die Ausstellung
TAGUNG DDR- Erinnerungskultur in Ausstellungsfragmenten ’So ich das sage, muss ich aufrührerisch sein …’ Thomas Müntzer – der andere Reformator
DDR-Erinnerungskultur in Ausstellungsfragmenten „1483 - 1983 Luther“ „Thomas Müntzer – ein Knecht Gottes“
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PUBLIKATION "Wenn es doch erst vorbei wäre!“ Wittenberg im Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918
16.11.2014 „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ Das Ende des Ersten Weltkrieges jährt sich 2018 zum 100. Mal. Historiker haben ihn die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ genannt. Dieser Krieg hat die politische Karte Europas und der Welt gründlich verändert. Revolutionen fegten Dynastien hinweg, Staaten und Staatenbünde zerbrachen und verschwanden von der politischen Landkarte, neue rangen um ihren Platz in der Welt. Millionen Menschen fanden den Tod oder kehrten an Körper und Seele verwundet in die von Hunger und Elend beherrschte Heimat zurück. Alles fand ein Ende und Neues begann. Blick in die Ausstellung
„Wenn nur das Ende erst da wäre.“ Wittenberg im I. Weltkrieg“
23.5.2014 „Heimat – ein Gefühl?“ Die Sicht von Bundesfreiwilligen auf ihre Heimat Die Ausstellung wurde gemeinsam mit Bundesfreiwilligen erarbeitete. Vielleicht zum ersten Mal setzten sich die meisten von ihnen so intensiv mit der Frage auseinander, wie und wo sie ihre Heimat sehen und worauf sich ihr Heimatgefühl begründet. „Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird“, hat der Dichter Christian Morgenstern sein Gefühl für Heimat beschrieben. Über hundert Jahre später treffen ehrenamtlich bei PFLUG e.V. im Bundesfreiwilligendienst tätige Frauen und Männer in der von ihnen erarbeiteten Ausstellung ganz ähnliche Aussagen. Dabei blieb den Freiwilligen jedoch genügend Raum, die gemeinsam erarbeiteten inhalt-lichen Zielstellungen entsprechend den individuellen Fähigkeiten jedes einzelnen umzusetzen. Sie organisieren und steuern ihre Arbeits- und Lern-Prozesse größtenteils selbständig, bildeten Arbeitsgruppen und wirkten kooperativ und mit Erfolg im Interesse des Endergebnisses, der hier zu sehenden Ausstellung „Heimat - ein Gefühl“ zusammen. Blick in die Ausstellung
„Heimat – ein Gefühl?“ Die Sicht von Bundesfreiwilligen auf ihre Heimat
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„Horizont und Mitte. Albrecht Schönherr. Pfarrer und Bischof in zwei Diktaturen“ Ausstellung des Berliner Instituts für vergleichende Staat Kirche-Forschung
FEBRUAR 2012 WANDERAUSSTELLUNG „Horizont und Mitte. Albrecht Schönherr. Pfarrer und Bischof in zwei Diktaturen“ Ausstellung des Berliner Instituts für vergleichende Staat Kirche-Forschung
Deutsche und Russen im Alltag in einer mitteldeutschen Region von 1945 bis 1993
3.2.2012 DAUERAUSSTELLUNG WEGZEICHEN - ZEITZEICHEN Die Ausstellung im Haus der AlltagsGeschichte deckt eine bedeutsame Leerstelle in der Darstellung der Geschichte der sowjetischen Streitkräfte in der DDR auf. Während üblicherweise die Fokussierung auf militärische Aspekte und Technik dominiert, richtet diese Ausstellung ihren Blick auf die Beziehungen zwischen den stationierten Truppen und der einheimischen Bevölkerung. Über mehr als fünf Jahrzehnte prägten die sowjetischen Streitkräfte mit ihrem markanten roten Stern das östliche Deutschland. Ihre Präsenz hinterließ nicht nur sichtbare Spuren an den Standorten, sondern auch unsichtbare Spuren im Bewusstsein der Menschen. Trotz ihres langen Aufenthalts und ihrer Präsenz im öffentlichen Leben hatten die Soldaten einen abgeschotteten Status inne. Selbst in den späteren Jahren der DDR blieb die Interaktion zwischen den Bürgern und den sowjetischen Soldaten begrenzt. Sprachbarrieren und das Fehlen praktischer Anwendungsmöglichkeiten erschwerten jegliche Kommunikation, und das Bild der Russen in der Bevölkerung war geprägt von Vorurteilen, Legenden und Halbwahrheiten. Blick in die Ausstellung
Ausstellungsarchiv Das Ausstellungsarchiv versammelt frühere Ausstellungen des Hauses der AlltagsGeschichte und dokumentiert die thematische Entwicklung des Museums. Es zeigt, wie urbane Alltagsgeschichte in unterschiedlichen Ausstellungen aufgegriffen, vertieft und vermittelt wurde. Als Roll-up verfügbare Ausstellungen sind im Archiv durch gekennzeichnet.
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WANDERAUSSTELLUNG 2025 - 2026 Neuanfang in Sachsen-Anhalt nach Flucht, und Vertreibung, 1940er/50er Jahre Eine Wanderausstellung des „Haus der AlltagsGeschichte“ zum Neubeginn nach Flucht und Vertreibung 1940er/1950er Jahre Blick in die Ausstellung
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AUSSTELLUNGSARCHIV
HAUS DER ALLTAGS GESCHICHTE