Öffnungszeiten Montag - Sonntag: 10:00-18:00 Uhr Feiertags: 10:00-18:00 Uhr  Tel: 03491-40 90 04 Fax: 03491-6429235 HAUS DER GESCHICHTE  Lutherstadt Wittenberg

„Wenn nur das Ende  erst da wäre. 

Wittenberg & Wittenberger im I. Weltkrieg“

Zwar befördert der I. Weltkrieg nachhaltig die Entwicklung der heutigen Ortsteile Piesteritz und Reinsdorf als Rüstungsstandorte. Die Produktionsanlagen des Sprengstoffwerkes der WASAG in Reinsdorf werden erheblich erweitert, das Reichsstickstoffwerk neu gebaut, einschließlich der Werkssiedlung für die über 2.000 neuen Arbeiter aus anderen Reichsgebieten. Ihren Platz in der Produktion müssen allerdings bald Frauen und Kriegsgefangene einnehmen, denn der Krieg dauert viel, viel länger als gedacht. Kriegsgefangenenlager und Verwundete in extra eingerichteten Lazaretten der Stadt rücken den Krieg genauso in das Bewusstsein der Wittenberger wie die sich mehrenden Verlustlisten von gefallenen Soldaten in den Zeitungen. Die Feldpostbriefe vom Polsterer Paul Blüthgen an Frau und Kinder in Wittenberg sowie vom Bauernsohn Otto Lippsdorf an seine Familie in Euper beispielsweise zeigen ein anderes Bild als das, was die offizielle Kriegsberichterstattung von West- und Ostfront vermittelt. Dazu gehören auch die Fotos des in Wittenberg stationierten preußischen Infanterie-Regiments „Graf Tauentzien von Wittenberg“ (3. Brandenburgische) Nr. 20. Am 2. August 2014 ziehen „die vorauszubefördernden Teile“, 50 Offiziere, 1.666 Unteroffiziere und Soldaten sowie 169 Pferde von Wittenberg aus in den Krieg. Am seinem Ende 1918 weist das Regiment, das ständig Nachschub an Soldaten aus Wittenberg erhält, Kriegsverluste in Höhe von 14.382 Regimentsangehörigen aus, darunter 3.250 gefallene, 526 vermisste, 1.608 in Gefangenschaft geratene, 8.789 verwundete und 218 andere. An fast 1.000 junge Männer aus Wittenberg und seinen Ortsteilen, die im I. Weltkrieg umgekommenen sind, wird abschließend in dieser Ausstellung erinnert.  
NEU! Alltag DDR
wwww.pflug-ev.de
HAUS DER GESCHICHTE  Lutherstadt Wittenberg

„Wenn nur das Ende  erst da wäre. 

Wittenberg & Wittenberger im I. Weltkrieg“

Zwar befördert der I. Weltkrieg nachhaltig die Entwicklung der heutigen Ortsteile Piesteritz und Reinsdorf als Rüstungsstandorte. Die Produktionsanlagen des Sprengstoffwerkes der WASAG in Reinsdorf werden erheblich erweitert, das Reichsstickstoffwerk neu gebaut, einschließlich der Werkssiedlung für die über 2.000 neuen Arbeiter aus anderen Reichsgebieten. Ihren Platz in der Produktion müssen allerdings bald Frauen und Kriegsgefangene einnehmen, denn der Krieg dauert viel, viel länger als gedacht. Kriegsgefangenenlager und Verwundete in extra eingerichteten Lazaretten der Stadt rücken den Krieg genauso in das Bewusstsein der Wittenberger wie die sich mehrenden Verlustlisten von gefallenen Soldaten in den Zeitungen. Die Feldpostbriefe vom Polsterer Paul Blüthgen an Frau und Kinder in Wittenberg sowie vom Bauernsohn Otto Lippsdorf an seine Familie in Euper beispielsweise zeigen ein anderes Bild als das, was die offizielle Kriegsberichterstattung von West- und Ostfront vermittelt. Dazu gehören auch die Fotos des in Wittenberg stationierten preußischen Infanterie- Regiments „Graf Tauentzien von Wittenberg“ (3. Brandenburgische) Nr. 20. Am 2. August 2014 ziehen „die vorauszubefördernden Teile“, 50 Offiziere, 1.666 Unteroffiziere und Soldaten sowie 169 Pferde von Wittenberg aus in den Krieg. Am seinem Ende 1918 weist das Regiment, das ständig Nachschub an Soldaten aus Wittenberg erhält, Kriegsverluste in Höhe von 14.382 Regimentsangehörigen aus, darunter 3.250 gefallene, 526 vermisste, 1.608 in Gefangenschaft geratene, 8.789 verwundete und 218 andere. An fast 1.000 junge Männer aus Wittenberg und seinen Ortsteilen, die im I. Weltkrieg umgekommenen sind, wird abschließend in dieser Ausstellung erinnert.  
NEU! Alltag DDR